Tarifvertrag friseure

“Die Arbeitgeber müssen solche Kürzungen nicht vornehmen, und nicht alle haben dies. Derzeit sind rund 500 Beschäftigte im Friseurhandwerk unter dem Tarifvertrag für den gewerblichen Sektor, der bestimmte Mindestbeschäftigungsbedingungen garantiert. Darüber hinaus halten sich viele Arbeitgeber noch immer an die Bedingungen des bisherigen Tarifvertrags in der Branche”, sagt Ulla Moilanen, Tarifspezialistin. Derzeit besteht keine Berufsfriedenspflicht, da es keinen neuen Tarifvertrag gibt. Arbeitgeber, die nicht in der Lage sind, die Bestimmungen des Tarifvertrags einzuhalten, müssen eine Freistellung gemäß Abschnitt 18 des Vertrags beantragen und sollten innerhalb von 30 Tagen nach Einreichung des Antrags Rückmeldungen darüber erhalten, ob eine Freistellung gewährt wird oder nicht. Die Rechtsverbindlichkeit des Abkommens bleibt für die UNI Europa als Ganzes eine Priorität. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir Druck auf die europäischen Institutionen ausüben, aber auch mit den Mitgliedsorganisationen zusammenarbeiten, um die Unterstützung der nationalen Regierungen zu sammeln, insbesondere derjenigen, die ihre Ablehnung des Abkommens zum Ausdruck gebracht haben (Vereinigtes Königreich, Niederlande, Schweden, Finnland, Polen, Rumänien, Slowenien, Estland und Kroatien). Während der Sitzung des außerordentlichen Exekutivausschusses des EGB am 7. November 2016 wurde EU-Kommissionspräsident Juncker eingeladen, das soziale Europa und die Zukunft Europas im Allgemeinen zu erörtern. Auf Nachfrage des Regionalministers erklärte Juncker seine Ablehnung des entscheidenden Gesundheits- und Sicherheitsabkommens für den Friseursektor.

Er betonte, dass Gesundheit und Sicherheit nur “kleines Zeug” seien und dass unsere Gesundheits- und Sicherheitskampagne “Propaganda” sei. Er verunglimpfte das Abkommen, indem er fälschlicherweise andeutete, dass es High-Heel-Schuhe reguliert, ein Bild, das von der britischen Boulevardpresse missbraucht wurde, um die EU und die Europäische Kommission im Jahr 2012 zu diskreditieren. Es ist bedauerlich, dass das High Heels-Image, obwohl es damals vom Londoner Büro der Kommission vehement widerlegt wurde, von Präsident Barroso und jetzt von Präsident Juncker als Slogan aufgegriffen wurde, um das Abkommen als Bürokratie zu charakterisieren. Das Bild ist besonders abwertend gegenüber Frauen, die die Mehrheit der Erwerbsbevölkerung in diesem Sektor ausmachen. UNI Europa und Coiffure EU, die Sozialpartner im Friseursektor, haben ein überarbeitetes Europäisches Rahmenabkommen über den Schutz von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz im Friseursektor geschlossen. Im Juli 2016 forderten sie die Europäische Kommission gemeinsam auf, dem Rat die Vereinbarung zur Rechtsverbindlichkeit vorzulegen. Die neue Fassung ändert zwar nicht den Inhalt der ursprünglichen Vereinbarung vom April 2012, berücksichtigt jedoch die von der Kommission vorgebrachten Bedenken. Nach Angaben der Juristischen Dienste der Kommission ist das überarbeitete Abkommen nun mit den geltenden europäischen Rechtsvorschriften vereinbar. Ziel von PAM ist es, weiter über einen Tarifvertrag für Arbeitnehmer in der Friseurbranche zu verhandeln, um Mindestarbeitsbedingungen zu gewährleisten. 4) bestätigt, dass sie das Folgenabschätzungsverfahren nicht politisch nutzen wird, um zu rechtfertigen, dass sie die Vereinbarung nicht für ihren Durchführungsbeschluss an den Rat überlässt. Der finnische Friseurverband hat den Tarifvertrag vor mehr als einem Jahr gekündigt. Seitdem versucht PAM, mit den Arbeitgebern des Dienstleistungssektors PALTA einen neuen Tarifvertrag auszuhandeln.